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Intelligenz rational, emotional, sozial | VPPA Willich

Intelligenz rational, emotional, sozial

Ein kurzer Einblick

Neben den Gedanken haben besonders die Emotionen, Gefühle und Affekte einen sehr starken, prägenden Einfluss auf die Entwicklung und auf die Gestaltung von privaten und beruflichen Beziehungen. Deshalb ist es wichtig von emotionaler und sozialer Intelligenz zu sprechen, ihre Bedeutung zu sehen und zu reflektieren. Die Begriffe emotionale und soziale Intelligenz bezeichnen die verfügbaren geistigen Möglichkeiten einer Person, Beziehungen zu Personen, Gruppen, Gemeinschaften zu verstehen, einzuschätzen, zu bewerten und zu gestalten (bei Wahrung der persönlichen Integrität).
Eine entwicklungsfördernde Gestaltung der Wechselbeziehung zwischen der Umwelt und dem Organismus, der Person und der Gemeinschaft ist nicht nur abhängig von gedanklichen bzw. rationalen, sondern im gleichen Maß von emotionalen und sozialen Intelligenz: IQ=RQ ↔ EQ ↔ SQ

Die Bewertungen „positiv“ und „negativ“ im Hinblick auf Emotionen, Gefühle und Affekte orientieren sich meistens an den Empfindungen, die sie auslösen. Emotionen, Gefühle und Affekte wie z. B. Freude, Sympathie und Zuneigung, Selbstwert-, Gemeinschafts- und Unabhängigkeitsgefühle werden als „angenehm“ empfunden und „positiv“ gewertet. Gefühle und Affekte wie z. B. Angst, Schmerz, Ärger, Wut, Minderwertigkeit, Scham, Schuld, Abhängigkeit werden als „unangenehm“ empfunden und „negativ“ erlebt. Im Hinblick auf eine gesunde persönliche Entwicklung können aber angenehme Emotionen, Gefühle und Affekte auch sehr „negativ“ sein. Nicht das Empfinden von „angenehm“ und „unangenehm“ ist ausschlaggebend für die Bewertung „positiv“ oder „negativ“, „gut“ oder „schlecht“, sondern die optimale Auswirkung auf die Lösung der Probleme im privaten und beruflichen Alltag. Die positive oder negative Qualität der Gefühle wird bestimmt durch ihren Einfluss auf das persönliche und soziale Gleichgewicht von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Gemeinschaften, Gruppen, Teams.

Die vom Zeitgeist sehr stark betonten „positiven Gefühle“ und die damit verbundene Abwertung, Unterdrückung, Verdrängung negativer Gefühle, schwächen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Gemeinschaften, Gruppen und Teams. Der „Kult der positiven Gefühle“ schwächen und zerstören aus epigenetischer Sicht (Wissenschaft vom Anschalten und Abschalten der Gene durch die Umwelt) die Netzwerke im Gehirn, die einen entwicklungsfördernden Einfluss auf den Ausdruck und Austausch von unangenehmen, negativ erlebten Emotionen, Gefühlen und Affekten haben (vgl. Alois Heinemann, Im Denken entwickelt, emotional und sozial verarmt, Willich 2016,S.4 f).